Berner Polizei zeigt 200 Personen wegen Radar-Warnungen an

Die Kantonspolizei geht gegen Chatgruppen auf Social Media vor, in denen Warnungen vor Geschwindigkeitskontrollen geteilt werden. 225 Kommentare

Einige wegen Verkehrsdelikten beschlagnahmte Handys führten zu mehrmonatigen Ermittlungen durch die Kantonspolizei Bern – und schliesslich zu Verfahren gegen 200 Personen. Der Grund: Sie warnten in Chat-Gruppen vor Radar-Kontrollen. Dies schreibt die Kantonspolizei Bern in einer Mitteilung.

Die entsprechenden Ermittlungen wurden abgeschlossen. Spezialisten der Kantonspolizei Bern konnten die 200 Personen anhand der Untersuchung der Handys, welche in einem Verfahren wegen anderer Verkehrswiderhandlungen im Frühling 2019 sichergestellt worden waren, identifizieren. Dabei geht es auch um Personen, die Radar-Warnungen geteilt haben.

Seit 2013 gibts Bussen

Die Ermittlungen wurden im Nachgang zu einer Geschwindigkeitskontrolle auf der Autobahn A6 zwischen Lyss und Schönbühl aufgenommen. Zwei damals 19- bzw. 20-jährige Männer waren dabei wegen verschiedener Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz angehalten worden.

Das öffentliche Warnen vor Polizeikontrollen und Radarkästen im Strassenverkehr ist in der Schweiz seit 2013 verboten und wird mit einer Busse bestraft. Alle 200 ermittelten Personen wurden laut der Kantonspolizei Bern bei den zuständigen Staatsanwaltschaften angezeigt.

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