Nach BAG-Hysterie … «Umstände nicht klar und viele Fragen offen»

Horror-Meldung für alle Eltern !? Laut dem BAG ist erstmals ist in der Schweiz ein Säugling an Corona gestorben. Oder ist doch die schwere neurologischen Vorerkrankung des Kindes die Ursache? BLICK hat bei Infektiologe Andreas Cerny nachgefragt.

Kommentar von Walter Hofmann: Und das BAG gibt Vollgas bei der Panikmache und die Medien machen mit

Ein Säugling aus dem Kanton Aargau ist tot. Offenbar gestorben an Corona. Ein Novum in der Schweiz. Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) habe sich das Baby im Ausland angesteckt. Den SRF-Informationen nach in Mazedonien. Daraufhin sei es direkt ins Kinderspital Zürich geflogen worden und dort verstorben.

Kommentar von Tino Waldmann: Jeder der in dieser Zeit stirbt ist ein Corona Opfer. Mit dieser Masche wird Stimmung gemacht. Jedes Jahr sterben in der Schweiz über 62000 Menschen. Bei der Influenza (Grippe) war die Höchst Zahl 2500 Menschen. 1919 sind es zur Zeit beim Corona Virus. Zudem hatte fast jeder eine Vor Erkrankung.

Beim Kanton Aargau heisst es auf Anfrage, das Baby sei an einer «schweren neurologischen Erkrankung verstorben.» Diese könne durch viele Arten von Viren verursacht werden. Der Säugling wurde zwar positiv getestet. Ob Corona aber auch die Ursache für den Tod ist, sei noch unklar und werde nun untersucht.

Kommentar von Urs Saladin: Und weshalb prescht man dann vor und rechnet den Säugling zu den Corona-Opfern bevor überhaupt klar ist, an was er gestorben ist?

Noch vor wenigen Tagen stellte der Bund weitere Lockerungen in Aussicht. Darunter die Möglichkeit, dass Grosseltern ihre Enkel nicht nur umarmen, sondern auch schon bald wieder hüten dürfen. Und jetzt? Ist das Virus vielleicht doch gefährlicher für Kinder als angenommen?

«Der Fall ist tragisch, aber nicht repräsentativ»

Koch-Nachfolger Stefan Kuster relativierte: «Wir wissen, dass sich Kinder anstecken können.» Das habe es auch vorher schon gegeben. Die Schulen werden daher nicht wieder geschlossen.

Die richtige Entscheidung findet Infektiologe Andreas Cerny. Jetzt in Panik zu verfallen, sei die falsche Reaktion. «Der Fall ist tragisch, aber nicht repräsentativ. Zudem sind die Umstände nicht klar und viele Fragen offen», sagt der Tessiner zu BLICK. Zum Beispiel sei unklar, wie genau sich der Säugling mit dem Virus infizierte und ob es Vorerkrankungen gab. Cerny weiter: «Die Schulen und Kitas nun zu schliessen, wäre überstürzt.»

Seit Beginn der Corona-Krise wird kontrovers diskutiert, inwiefern Kinder ansteckend sind. Bislang sehe es aber danach aus, dass «Kinder bis neun Jahre nicht die Treiber der Epidemie sind», erklärt Cerny. Das betonte nicht zuletzt «Mr. Corona» Daniel Koch, ehemaliger Chef der Abteilung übertragbare Krankheiten beim BAG. Seine Empfehlung, dass Grosseltern ihre Enkel in den Arm nehmen können, ging um die Welt und wurde kritisiert. Doch Koch blieb stark.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.