Warum Himbeeren so gesund sind … uralte Heilpflanze !

Himbeeren gehören wohl zu den gesündesten Früchten unserer Erde. Wir verraten Ihnen, wie Sie Himbeersirup ohne Zucker herstellen, warum Himbeermarmelade besser als Erdbeermarmelade ist und warum Krebszellen keine Himbeeren mögen.

Quelle: Sybille Müller, Zentrum der Gesundheit.de

Die Himbeere, eine uralte Obst- und Heilpflanze

Die Himbeere (Rubus idaeus) zählt wie zahlreiche andere Obstpflanzen (Kirsche, Erdbeere, Apfel, Birne) zur Familie der Rosengewächse. In dieser Familie gibt es verschiedene Gattungen. Die Gattung Rosa beschreibt die tatsächlichen Rosen (Kultur- und Wildrosen). Zur Gattung Rubus – die mehrere tausend Arten umfasst – gehören unter anderem die Himbeere und die Brombeere.

Die eurasische wilde Waldhimbeere ist noch heute in gebirgigen Lagen – meist auf Waldlichtungen und an Waldrändern – zu finden und weiss mit besonders aromatischen Früchten zu punkten. Die wilde Himbeere gehörte archäologischen Funden zufolge bereits in der Steinzeit zu den wichtigsten Obstpflanzen des Menschen und wurde auch als Heilpflanze immer sehr geschätzt.

In Bezug auf die überdurchschnittlich schnelle und umfangreiche Heilwirkung durch eine Rohkost-Kur empfehle ich Ihnen auch meinen persönlichen Beitrag «28 Jahre Asthma … geheilt in 17 Tagen» wie auch die Schriften von Dr. Bircher (Schweizer Bircher-Müesli / Rohkost), das Interview bei KenFm mit Lothar Hirneise, wie auch Schriften von Christian Dittrich-Opitz

Kultiviert wurde die wilde Himbeere im Mittelalter, die Kulturhimbeeren wurden zunächst insbesondere in Klostergärten gezüchtet und angebaut. Seitdem sind zahllose Sorten entstanden, wobei Himbeeren aus aller Welt gekreuzt wurden.

Es gibt unzählige Himbeerarten

Neben der eurasischen Waldhimbeere gibt es in Asien und Nordamerika verschiedenste Himbeerarten, die zwar miteinander verwandt sind, deren Früchte sich aber in Hinblick auf ihr Aussehen und den Geschmack ziemlich voneinander unterscheiden können.

Dazu zählen z. B. die japanische Erdbeer-Himbeere, die chinesische Kletter-Himbeere und in Nordamerika heimische Pflanzen wie die Pracht-Himbeere, die Zimt-Himbeere und die Schwarze Himbeere (Rubus occidentalis). Letztere hat auch in Europa für Aufmerksamkeit gesorgt, weil Krebsforscher in ihren dunklen Früchten ein grosses Potenzial erkannt haben.

* Möchten Sie sich genauer über Krebs und Nahrungsmittel informieren, so empfehlen wir Ihnen auch das Buch „Krebszellen mögen keine Himbeeren – Nahrungsmittel gegen Krebs“ von Prof. Dr. med. Richard Béliveau und Dr. med. Denis Gingras

Nicht alle Himbeeren sind rot

In unseren Gefilden gilt es mehr oder weniger als selbstverständlich, dass die Himbeere rot ist. Doch es gibt sowohl Wild- als auch Kulturpflanzen, die gelbe, orange oder schwarze Früchte tragen. Viele Sorten sind entstanden, indem eurasische Himbeeren mit schwarzfruchtigen Himbeeren wie der Rubus occidentalis gekreuzt wurden und deren Früchte demzufolge eine schwarze Farbe haben.

Nichtsdestotrotz werden hierzulande fast nur rote Himbeeren zum Verkauf angeboten. Im Gartenpflanzenhandel aber sind unzählige verschiedenfarbige Sorten erhältlich, die von passionierten Hobbygärtnern angebaut werden können. Mehr zu den Himbeersorten und zum Anbau im Garten oder auf der Terrasse erfahren Sie weiter unten.

Warum die Himbeere Himbeere heisst

Die Himbeere hat – abhängig von der Region – viele Namen. So wird sie etwa in der Schweiz als Haarbeeri oder Sidebeeri bezeichnet, in Österreich als Imper oder Hindlbeer und in Deutschland als Himmere oder Holbeer.

Der Begriff „Himbeere“ ist aus der althochdeutschen Bezeichnung „Hintperi“ hervorgegangen. Übersetzt bedeutet das so viel wie: die Beere der Hirschkuh. Die Namensgebung ist wohl darauf zurückzuführen, dass die wild wachsenden Himbeeren in der Tat ein wichtiger Bestandteil in der Ernährung der Hirsche sind.

Die Himbeere ist gar keine Beere

Die umgangssprachlich als Beeren bezeichneten Früchte sind eigentlich gar keine Beeren, sondern Sammelsteinfrüchte wie auch die Erdbeeren oder die Brombeeren. Wenn Sie die Himbeeren etwas näher betrachten, dann sehen Sie, dass sie aus vielen kleinen Steinfrüchten besteht, die untereinander zusammenhaften. Jedes dieser einzelnen Früchtchen enthält einen Kern, der in Hinblick auf den gesundheitlichen Wert der Himbeeren ebenfalls eine wichtige Rolle spielt.

Zu den wirklichen Beeren zählen übrigens Obstarten, von denen Sie es wahrscheinlich nicht vermuten würden. Nämlich Bananen, Zitrusfrüchte, Datteln, Kiwis, Avocados und Melonen.

Die Nährwerte der Himbeeren

So wie quasi jedes andere Obst ist die Himbeere reich an Wasser, enthält aber im Vergleich zu vielen anderen Früchten sehr wenig Zucker und noch weniger Fett. Auch in Bezug auf die Ballaststoffe, die sich vorwiegend in den Samen befinden, kann die Himbeere punkten: 100 g der Früchtchen reichen schon aus, um Ihren Ballststoffbedarf zu 13 Prozent zu decken.

NähwerteNährwerte pro 100 g Himbeeren
Wasser84.3 g
Ballaststoffe6.7 g (1,4 g wasserlösliche und 5,3 g wasserunlösliche Ballaststoffe)
Kohlenhydrate4.8 g (Zucker: 1.8 g Glucose und 2 g Fructose
Eiweiss1.3 g
Fett0.3 g

Der Kaloriengehalt von Himbeeren

Himbeeren sind kalorienarm und liefern pro 100 g Frischobst nur 34 kcal. Zum Vergleich: Kirschen haben etwa doppelt viele Kalorien, während Bananen 95 kcal aufweisen. Früchte sind daher ein deutlich besserer Snack als etwa Milchschokolade (536 kcal) oder Chips (539 kcal).

Die Vitamine in Himbeeren

Die Himbeere ist wahrlich keine Vitaminbombe und kann diesbezüglich mit anderem Obst wie z. B. Sanddornbeeren oder Pflaumen nicht mithalten. Nichtsdestotrotz können Sie mit 200 g Himbeeren die empfohlene Tagesdosis von Vitamin C immerhin zu 50 Prozent und von Vitamin E zu 14 Prozent erfüllen. Diesen beiden Antioxidantien kurbeln das Immunsystem an, wirken Entzündungen entgegen und senken das Krebsrisiko.

Die Mineralstoffe in Himbeeren

In Himbeeren stecken zwar viele Mineralstoffe, doch ist ihr Gehalt nicht sehr hoch. Am meisten sticht der Gehalt an Kupfer, Mangan, Magnesium und Eisen hervor. Ihr Bedarf an Kupfer und Mangan kann mit 200 g Himbeeren zu 22 Prozent gedeckt werden.

Himbeeren sind gesund für Darm und Verdauung

Himbeeren kommen der Verdauung zugute und können bei Verstopfung hilfreich sein. Dazu tragen zum Teil die Fruchtsäuren, vordergründig aber die Ballaststoffe bei. Beide sind wichtig für den Stoffwechsel und tragen dazu bei, dass die Nahrung optimal verdaut werden kann.

Himbeeren zählen zu jenen Früchten mit dem allerhöchsten Ballaststoffgehalt. Dafür sind die kleinen Samen verantwortlich, die sich direkt in den Früchten befinden und somit mitgegessen werden. Himbeeren enthalten wasserlösliche, vor allem aber wasserunlösliche Ballaststoffe wie Lignin und Cellulose. Diese erhöhen das Stuhlvolumen, wodurch die Darmbewegung angeregt und der Weitertransport der Nahrungsreste sowie deren Ausscheidung beschleunigt werden.

Abgesehen davon, dass sich Himbeeren auf die Verdauungstätigkeit regulierend auswirken, steigern sie auch das Sättigungsgefühl, was das Risiko für Übergewicht mindert. Eine grossangelegte internationale Studie hat im Jahr 2017 gezeigt, dass eine hohe Zufuhr von Ballaststoffen die Gefahr reduziert, an Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Darmkrebs zu erkranken. (34)

Eine französische Studie mit über 100.000 Probanden hat im Jahr 2020 ergeben, dass insbesondere die Aufnahme von unlöslichen und löslichen Ballaststoffen aus Früchten das Risiko für chronische Krankheiten reduziert und mit einer geringeren Sterblichkeit verbunden ist. Sie forderten deshalb, dass die Ernährungspolitik im Bereich der öffentlichen Gesundheit endlich mehr Gewicht auf die Ballaststoffe legen sollte.

Noch mehr Details finden Sie unter: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/artikel/himbeeren

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