#WWF … 9/11 … Zufall ? Gründung am 11.Sept.1961 … G.A. Rockefeller !

WWF-Gründung am 11. Sept. 1961 (9/11) … Godfrey A. Rockefeller unter den Gründern !

BLICK: Die Vorwürfe sind massiv: Vom WWF unterstützte Paramilitärs in Afrika und Asien sollen Massenvergewaltigungen begangen und gefoltert haben. Selbst vor Morden hätten sie nicht zurückgeschreckt. Die Opfer sollen Wilderer, aber auch die lokale Bevölkerung sein – selbst Kinder seien darunter, wird der weltgrössten Umweltschutzorganisation vorgeworfen.

Der Skandal kam im Frühling 2019 ans Licht. Wie sich gezeigt hatte, wusste der WWF mit Sitz in Gland VD seit Jahren vom Skandal. Doch: Statt die angeblichen Menschenrechtsverletzungen zu untersuchen, hat die Organisation die Verbrechen zu vertuschen versucht. Zu diesem Schluss kommen die amerikanischen Behörden.

Kein Geld mehr von den USA

Eine Untersuchung des US-Innenministeriums stützt entsprechende Recherchen des amerikanischen Nachrichtenportals Buzzfeed. Interne Berichte, die es vom WWF erhalten hat, «scheinen viele Vorwürfe gegen Wildhüter, die vom WWF bezahlt und/oder beaufsichtigt werden, zu erhärten», heisst es in einem internen Memo der Behörde, das vergangene Woche geleakt wurde und BLICK vorliegt.

Und die USA haben gehandelt: Wie aus dem Memo sowie einem am Freitag veröffentlichten Report des US-Rechnungshofs hervorgeht, hat das Innenministerium die Zahlungen an den WWF seit über einem Jahr sistiert. Auch das US-Aussenministerium hält für den WWF vorgesehene Gelder zurück. In den vergangenen Jahren hatten die USA den WWF jährlich mit mehreren Millionen Dollar unterstützt.

Bericht immer wieder hinausgeschoben

Angesichts des massiven öffentlichen Drucks hatte der WWF eine unabhängige Untersuchung zu den Buzzfeed-Enthüllungen angekündigt. Eingesetzt wurde werbewirksam ein Untersuchungskomitee unter der Leitung der ehemaligen Uno-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay (79). Dieses teilte im November 2019 auf Anfrage von BLICK mit, die Untersuchung werde bis Anfang 2020 abgeschlossen sein. Doch noch immer wartet die Öffentlichkeit auf den Bericht.

Inzwischen sind über anderthalb Jahre vergangen, seit die vielen schwerwiegenden Vorwürfe publik wurden. Und noch immer gibt es keine Erkenntnisse aus der Romandie. Der Generalsekretär des Untersuchungskomitees teilt inzwischen mit, es werde mindestens Mitte Oktober, bis der Bericht vorliege.

Der WWF will ebenso wenig daran schuld sein, dass die Untersuchung noch immer nicht abgeschlossen ist, wie an den Taten an sich. Myriam Stucki, Sprecherin von WWF Schweiz, sagt: «Wir vertrauen darauf, dass sich das Gremium so viel Zeit nimmt, wie wirklich nötig ist.» Da das Panel unabhängig sei, habe WWF «keinen Einfluss auf den Zeitplan oder auf Ergebnisse des Berichts», betont WWF International. Letzteres dürfte stimmen, doch dass der WWF für den Abschluss der Untersuchung keine Frist setzte, brachte ihm schon beim Start der Abklärungen heftige Kritik anderer Nichtregierungsorganisationen ein. In einem offenen Brief an den WWF teilten sie mit, dass es sich aus ihrer Sicht bei der Untersuchung nicht um einen «angemessenen oder glaubwürdigen Prozess» handle.

WWF hat Anwaltskanzlei engagiert

Der WWF unternimmt nichts, um die Verzögerungen zu erklären. WWF International betont zwar, wie wichtig für die Organisation Transparenz sei. Doch statt Antworten auf konkrete BLICK-Fragen zu liefern, belassen es der WWF und das Untersuchungskomitee bei nichtssagenden Statements.

Bekannt ist einzig, dass die Untersuchung in zwei Teile gegliedert ist. Um die eigentliche Abklärung der Vorwürfe kümmert sich nicht das hochkarätig besetzte Gremium, das der WWF stets erwähnt – sondern die Anwaltskanzlei Kingsley Napley aus London, die unter anderem auf Reputationsmanagement spezialisiert ist. Die ehemalige Menschenrechtskommissarin Pillay und ihr Team bewerten lediglich deren Erkenntnisse und leiten daraus Empfehlungen ab.

«Sie verzögern alles»

Stephen Corry, Direktor von Survival International, ist wütend. Das Hilfswerk mit Sitz in London setzt sich für die Rechte indigener Völker ein und hatte den offenen Brief an den WWF mitunterzeichnet. «Sie verzögern alles – im Wissen darum, dass die Erinnerung an den Zorn, welchen die Enthüllungen der systematischen Menschenrechtsverletzungen ausgelöst haben, verblassen wird.»

Auch die britische Rainforest Foundation ist es müde, vertröstet zu werden. Das Leiden der zahlreichen Opfer der Menschenrechtsverletzungen, die noch immer auf eine Entschuldigung oder Entschädigung des WWF warten, würde damit nur verlängert, sagt Direktor Joe Eisen. «Und das, obwohl viele der Vorwürfe von ihren eigenen Leuten bestätigt worden sind.»

Anders als die US-Behörden scheinen diejenigen in der Schweiz das Treiben beim WWF bislang einfach hinzunehmen.

Den Naturschützern fehlt ein Logo. Eine bedrohte Tierart soll es sein, eine possierliche dazu. Da muss eine Gruppe britischer Naturschützer, darunter der Biologe Sir Julian Huxley, der Ornithologe Peter Scott und Max Nicholson, Genereldirektor der britischen Naturschutzbehörde, an Chi-Chi denken. Die Riesenpandabärendame, wurde 1958 in China gefangen und in den Londoner Zoo gebracht. Scott überarbeitet Skizzen von Chi-Chi – und das erste Logo des WWF entsteht. Der Panda beginnt seine Mission: als Stofftier, Spendendose und Schlüsselanhänger. Mit seiner Hilfe wird der WWF, bis 1986 World Wildlife Fund, danach World Wide Fund For Nature, eine der größten Natur- und Umweltschutzorganisationen der Welt.

„Wir müssen die Wildtiere dieser Welt retten“

WDR: Im April 1961 verfassen Peter Scott und seine Mitstreiter das Morges-Manifest, eine internationale Erklärung, zweieinhalb Seiten lang. Der Titel lautet: „Wir müssen die Wildtiere dieser Welt retten“. Am 11. September 1961 wird der WWF dann offiziell mit Sitz in der Schweiz gegründet. Es ist ein illustrer Kreis von Naturschützern: Prinz Bernhard der Niederlande wird erster WWF-Präsident. Er wendet sich an 1.000 wohlhabende Menschen und bittet sie um Spende von je 10.000 Dollar.

WWF-Büros in mehr als 80 Ländern

Bis heute hat der WWF nach eigenen Angaben in mehr als 13.000 Projekte investiert, insgesamt rund 11,5 Milliarden Dollar. In mehr als 80 Ländern unterhält er Büros. Das größte Projekt in Deutschland ist das Naturschutzgroßprojekt Mittlere Elbe bei Dessau-Roßlau: Dort soll eine zusätzliche Überflutungsfläche für den Lödderitzer Forst entstehen, einem seltenen, echten Hartauenwald mit Eichen, Eschen, Ulmen und so besonderen Lebewesen wie dem Mittelspecht und dem Elbebiber.

Konflikte sind in all den Jahren nicht ausgeblieben, auch der WDR stand dem WWF schon vor Gericht gegenüber. Dabei ging es um eine Fernsehdokumentation. Der Vorwurf darin: Der WWF arbeite zu eng mit großen Konzernen zusammen.

Riesenpanda: Von stark gefährdet zu gefährdet

Auch vom Markenzeichen des WWF, dem Riesenpanda, gibt es Neuigkeiten. Er wurde von stark gefährdet auf gefährdet zurückgestuft. Inzwischen würden wieder 1864 Exemplare in freier Wildbahn leben, berichten die Artenschützer von der Weltnaturschutzunion IUCN. Die Population sei von 2004 bis 2014 um 17 Prozent gestiegen. Die Waldschutzmaßnahmen in China würden wirken und die Pandas sich Stück für Stück ihren Lebensraum zurückerobern.

„50 Jahre lang war der Riesenpanda die Ikone des weltweiten Artenschutzes, ebenso wie das Symbol des WWF. Zu erfahren, dass er nun einen Schritt weiter vom Aussterben entfernt ist, ist ein aufregender Moment für jeden Artenschützer“, kommentiert der WWF-Generaldirektor Marco Lambertini.

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