Klima

Hitze-Sommer 1540: Wetterdaten enthüllen Europas grösste Naturkatastrophe

Kapitel

Naturkatastrophe in Europa Im Bann der Hitze

Elf Monate kaum Regen und Extremhitze: Mehr als 300 Chroniken aus ganz Europa enthüllen die grausamen Details einer gigantischen Katastrophe im Jahr 1540. Das Desaster kann sich jederzeit wiederholen.

Eine 2014 durchgeführte Rekonstruktion der Frühjahr-Sommer-Temperaturen führte jedoch zu der Wahrscheinlichkeit deutlich höherer Temperaturen im Jahr 1540.

Die Hitzewellen von 2003 in Westeuropa und 2010 in Russland, die außerhalb früherer Erfahrungen gemeinhin als seltene klimatische Anomalien bezeichnet werden, werden oft als Vorboten häufigerer Extreme in der von der globalen Erwärmung beeinflussten Zukunft angesehen.
Um die Plausibilität dieses Ergebnisses zu überprüfen, wurde  die Schwere der Dürre von 1540 untersuchten, indem das Argument der bekannten Bodenaustrocknungs-Temperatur-Rückkopplung vorgebracht wurde.

Europas beispiellose 11-monatige Megadürre

Basierend auf mehr als 300 dokumentarischen Wetterberichtsquellen aus erster Hand aus einem Gebiet von 2 bis 3 Millionen km ist erkennbar, dass Europa von einer beispiellosen 11-monatigen Megadürre betroffen war. Die geschätzte Anzahl der Niederschlagstage und Niederschlagsmenge für Mittel- und Westeuropa im Jahr 1540 liegt deutlich unter den 100-jährigen Minima der instrumentellen Messperiode für Frühjahr, Sommer und Herbst.
Gestützt wird dieses Ergebnis durch unabhängige dokumentarische Nachweise über extrem niedrige Flussläufe und europaweite Wild-, Wald- und Siedlungsbrände. Es stellt sich heraus, dass ein Ereignis dieses Schweregrads nicht durch modernste Klimamodelle simuliert werden kann.

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